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Disputationsvortrag Beispiel Essay

Disputationsvortrag vorbereiten: Tipps für die Inhalte

Den Disputationsvortrag vorbereiten: Das solltest Du bedenken!

Hier bekommst Du einige Tipps für Deinen Disputationsvortrag, denn wenn die Dissertation eingereicht ist, ist der Promotionsprozess noch lange nicht abgeschlossen. Nun kommt die mündliche Verteidigung der Dissertation.

Es gibt unterschiedliche Anforderungen an die Disputation oder das Rigorosum. Die Disputation beinhaltet in der Regel einen 20-30 minütigen Vortrag und eine anschließende Diskussion mit der Kommission, bzw. den Gutachtern/innen.

Dieser Vortrag ist oft eine Herausforderung für Promovierende, sie haben nämlich zwei, drei, vier, fünf Jahre (manche sogar noch länger) an ihrer Promotion gearbeitet und sind im wahrsten Sinne des Wortes Spezialisten/innen für ihr Promotionsthema und das angrenzende Forschungsfeld. Das führt zu einer Art Betriebsblindheit, die es unmöglich macht, das eigene Thema in 20 Minuten zu präsentieren.

Viele Promovierende haben das Gefühl, dass sie noch mehr sagen könnten und dass sie sich auf keinen Fall irgendwo einschränken können.

Disputation heißt nicht, den gesamten Promotionsprozess in einen Disputationsvortrag zu packen, sondern nur das, was wesentlich ist!

Also ist es für sie nicht möglich, den gesamten Promotionsprozess oder die Inhalte der Dissertation in einen 20 -minütigen Vortrag zu quetschen. Die eigene, mehrjährige Forschung in 20 Minuten zu packen, ist schlicht unmöglich und wenn man alles vortragen wollen würde, wäre man wahrscheinlich zwei Stunden damit beschäftigt, alles zu erklären. Also, was tun? Wie wählt man aus, was wichtig ist und was in den Vortrag soll?

Hilfreich ist, sich vor der Konzeption des Vortrages einige Fragen zu stellen, um mit den Antworten herauszufinden, wie Du Deinen eigenen Disputationsvortrag gestalten kannst!

Beantworte, bevor Du den Disputationsvortrag konzipierst, folgende Fragen:

Warum habe ich geforscht?
Oft gab es zu Beginn der Forschung einen Anlass, genau dieses Thema zu wählen. Manchmal ist es ein biografischer Anlass, manchmal ein politischer Anlass oder es gab ökologische, bzw. ökonomische Gründe. Die Antwort darauf, warum Du dieses Thema gewählt hast und was der Auslöser für Deine Forschung war, könnte schon ein erster Satz zur Einleitung des Disputationsvortrags sein.

Wovon bin ich ausgegangen? Was war der (wissenschaftliche) Ausgangspunkt?
Welche wissenschaftliche Relevanz gab es für das eigene Promotionsprojekt und was war der genaue Startpunkt? Gibt es dazu etwas Besonderes zu sagen? Vielleicht war es ja sogar, dass vor einigen Jahren, als Du Deine Forschung begonnen hattest, eine andere Ausgangslage? Gibt es dazu Wesentliches zu sagen?

Was war meine Fragestellung und warum? Wissenschaftliche Relevanz?
Welche genaue Fragestellung hast Du verfolgt? Wie bist Du auf Deine Fragestellung gekommen und warum war es wichtig, diese Frage zu beantworten? Welche Gründe hattest Du, genau diese Fragestellung zu wählen?

Wie bin ich vorgegangen? Wie und warum habe ich die Untersuchung konzipiert?
Warum hast Du Deine Forschung genau so konzipiert, wie Du es getan hast? Was hat dazu geführt, dass Du Deinen Forschungsablauf genauso zusammengestellt hast? Welche Besonderheiten gab es in dem Untersuchungsfeld, welche Probleme gab es und wie hast Du sie gelöst?

Welche Mittel (Theorien, Methoden) habe ich benutzt, um zu einem Ergebnis zu kommen?
Warum hast Du bestimmte Theorien gewählt und was hat dazu geführt, dass Du bestimmte Methoden eingesetzt hast? Warum hast Du genau diese Methoden genommen und keine anderen? Wie wäre es gewesen, wenn Du eine andere Theorie, eine andere Methode zugrunde gelegt hättest?

Was sind meine wesentlichen Ergebnisse? Was ist neu? Was ist das Besondere daran?
Hier ist es wichtig, das eigene Ergebnis herauszustellen. Wie bist Du auf dieses Ergebnis gekommen, welche speziellen Merkmale hat Dein Ergebnis und was ist das Besondere an Deinem Ergebnis? Welche neuen Erkenntnisse hat Dein Ergebnis gebracht und worauf könnte die Forschung in Zukunft aufbauen?

Wie sind diese Ergebnisse im wissenschaftlichen Kontext einzuordnen?
Welche Veränderungen ergeben sich durch Dein Ergebnis für die Wissenschaft? Was bedeuten Deine Ergebnisse für andere Forschungsfelder in Deiner Disziplin? Wie verzahnen sich Deine Ergebnisse mit bereits bestehenden Forschungen und welchen Bezug hat Dein Ergebnis zu Deinem, am Anfang der Dissertation vorgestellten, Forschungsstand?

(Wie) Lassen sich die Ergebnisse an andere Disziplinen anlehnen?
Welche Bedeutung haben Deine Forschungsergebnisse für andere Disziplinen? Wie wirken sie in andere Forschungsdisziplinen ein und verändern diese?

Welcher weitere Forschungsbedarf ergibt sich?
Was ist jetzt neu? Und, möglicherweise hast Du es im Ausblick Deiner Dissertation schon formuliert, was wäre nun zu erforschen? Was würdest Du weiter erforschen, wenn Du Dein Thema weiterbearbeiten würdest? Vielleicht planst Du es ja sogar, zum Beispiel für eine Habilitation oder das „zweite Buch“.

Was bedeuten die Ergebnisse für die Forschung in Deinem Fach?
Was verändert sich jetzt in der Forschung? Vielleicht müssen bereits bestehende Forschungsergebnisse durch Deine Forschung revidiert werden? Welche sind das und was bedeutet das?

Wenn Du all diese Fragen bei der Konzeption Deines Disputationsvortrages mitdenkst und möglicherweise auch in Deiner Präsentation beantwortest, wird es Dir leichter fallen, Deinen Vortrag zu erstellen, zu begründen und zu halten.

Lies auch: Perfektionismus? Die Wissenschaft wird immer größer sein als Du! Je eher Du das akzeptierst, desto eher kannst Du einreichen!

Du könntest auch im Bausteinprinzip folgende Elemente in einem Vortrag zusammenstellen:

Forschungsanlass/Ausgangslage der Dissertation.
Thesen oder Vorannahmen vor der Dissertation.
Fragestellung der Dissertation.
Weiterer Forschungsbedarf nach der Dissertation.
Ablauf der Untersuchung der Dissertation.
Theorien/Methoden der Dissertation.
Übertragbarkeit der Ergebnisse der Dissertation.
Überleitung zu einer wissenschaftlichen Diskussion mit den Promotionsgutachtern/innen.

Wichtig ist es, das Ziel (D) eines Disputationsvortrags zu kennen:

Verteidigung der Dissertation: Du „verteidigst“ und diskutierst Deine Dissertation vor und mit einem Expert/innen-Gremium. Das bedeutet, dass Deine Forschung begründet ist und aufzeigt, was neu an Deinem Forschungsprojekt ist, bzw. welche Ergebnisse dabei herausgekommen sind. Ein bisschen zeigst Du auch, dass es sehr wichtig war, diese Forschung durchzuführen und so abzuschließen, wie Du es getan hast.

Begründung der Ergebnisse: Du zeigst, dass Du Deine Forschungsergebnisse und Argumente wissenschaftlich vertreten kannst. Du zeigst auf, wie wichtig es war, diese Forschung durchzuführen und zeigst, dass Du in der Promotion alles gelernt hast, was Du als zukünftige/r Doktor/in brauchst, nämlich wissenschaftliche Argumentation, Präsentation und Vermittlungskompetenz. Außerdem zeigst Du, dass Du fachlich auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand bist.

Bestätigung der Promotionsnote: Du bestätigst Deine Promotionsnote und verbesserst sie.
In der Disputation zeigst Du, dass Du Deine Promotionsnote verdienst, manchmal musst Du sogar zeigen, dass Du noch viel besser bist, als Deine bereits erhaltene Note. Im Prinzip kann sich in der Disputation Deine Note, zumindest nach den meisten Promotionsordnungen, nicht sehr stark verändern. Wenn Deine Gutachter zweimal die gleiche Note vergeben haben, ist es in der Regel fast unmöglich, diese Note noch zu verändern. Darum will ich Dir an dieser Stelle auch sagen, dass Du Dir vielleicht gar nicht so viele Sorgen machen musst.

Abschluss der Promotion: Du schließt Deine Promotion ab! Die Disputation ist fast der letzte Teil einer Promotion. Du musst zwar Deine Promotion noch veröffentlichen, aber eigentlich ist das Meiste jetzt geschafft. Eine Disputation ist also eine Diskussion auf Augenhöhe mit den Gutachtern/innen, bzw. der Promotionskommission. Oft geht es gar nicht darum, die Promovierenden am Ende der Promotion zu „prüfen“. Ein Disputationsvortrag und die anschließende Diskussion können einfach auch ein Austausch zwischen Forschenden auf „Augenhöhe“ sein. Und – die Note steht ja aller meistens fest und lässt sich meistens weder durch eine besonders gute, noch durch eine besonders schlechte Disputation verändern!

Ich hoffe, dass ich Dir hier eine Anregung für die Konzeption Deines Disputationsvortrags geben konnte und habe zum Thema „Die Abschlussphase gestalten-die Promotionsprüfung bestehen“ ein umfassendes E-Book mit vielen weiteren Materialien erstellt.

Selbst-Coaching-Programm „Die Abschlussphase gestalten – die Promotionsprüfung bestehen“ – Von der Einreichung der Dissertation bis zur erfolgreichen Disputation.
Bei diesem Programm bekommst Du Informationen, Arbeitsblätter und Checklisten, um die Abschlussphase Deiner Promotion vorzubereiten und die Verteidigung Deiner Doktorarbeit konkret zu planen. Du erfährst, wie eine Disputation abläuft und worauf Du achten solltest. Du lernst die Bausteine eines Promotionsvortrages kennen und bereitest den Vortrag und die Verteidigung Deiner Doktorarbeit vor. Dieses Programm ist eine Art Arbeitsmappe, die Dir eine übersichtliche Planung ermöglicht und Dich als Promovierende(n) in der Endphase Deiner Promotion bei der Finalisierung des umfangreichen Projekts unterstützt. Neben zahlreichen Informationen findest Du hier Übungen und Anleitungen, diese Phase zu strukturieren, die Disputation zu organisieren und letztendlich entspannt zu überstehen. Das Programm erhältst du als PDF und es kostet 25,00 €.
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Disputation vorbereiten: Wie Du Deine Disputation planen kannst!


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Disputation vorbereiten: Wie Du Deine Disputation planen kannst!

Die Disputation (deutsch Verteidigung) ist ein wissenschaftliches Streitgespräch, das eine der Prüfungsformen zur Erlangung von akademischen Graden darstellt. In Österreich nennt man die Form Defensio.[1] Solche Diskussionen beginnen mit einer Aussage oder These, die bezweifelt wird oder zu der eine Gegenthese aufgestellt wird. Das wird dann solange besprochen, bis eine gemeinsame Erkenntnis oder Lösung gefunden wird.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bezeichnung Disputation kann aus dem lateinischdisputatio und quaestio disputata (Quaestio) und dem mittelhochdeutschendisputazie abgeleitet werden. Es war damit im akademischen Zusammenhang ein öffentlicher Wortkampf der Gelehrten über ein feststehendes Thema gemeint – also eine Art „Podiumsdiskussion“.

In der Zeit Luthers beispielsweise, als die Theologie noch die bestimmende Disziplin an den Universitäten war, verteidigte man seine Doktorthesen mit einer Disputation. Die Thesen hängte man in den „benachbarten“ Universitätsstädten öffentlich aus, wie etwa an die Tür der Wittenberger Schlosskirche. Dieser Aushang am „Schwarzen Brett“ war die Einladung zu den Disputationen, die zunächst als Einblattholzschnitt und im 17. Jahrhundert auch als Thesenblatt im großformatigen Kupferstich gedruckt wurde. Wer kommen wollte, kam hinzu, wobei immer ein Gelehrter besonders geladen war, um mit dem Kandidaten zu disputieren. Die Protokolle dieser Disputationen wurden auch meistens veröffentlicht, meist nicht vom Kandidaten, sondern vom Prüfer. Jeder Gelehrte musste also mindestens einmal in seiner Laufbahn eine Disputation bestehen; man lud aber auch selbst zu weiteren öffentlichen Disputationen ein, wenn man bereits Doktor war: In der frühen Neuzeit war dies der übliche Weg des wissenschaftlichen Austausches.

Bei der disputatio stellte der Proponent, auch Respondent oder Defendant eine Behauptung auf bzw. vertrat eine These, die der Opponent durch eine Gegenthese oder Antithese zu widerlegen suchte. Die Zuhörer (corona) standen hinter den Schranken (carceres). Das Verfahren einer Disputation baute auf der Lehrmethode der Scholastik auf:

  • Zweifel
  • Untersuchung
  • Erkenntnis
  • Einwand
  • Lösung

Die Disputation war vom Mittelalter bis in die Neuzeit die übliche Methode zur Klärung wissenschaftlicher Streitfragen. Berühmt ist die Leipziger Disputation zwischen Luther und Eck im Jahre 1519 auf der LeipzigerPleißenburg.

Gleichzeitig war die Disputation aber auch eine Art Prüfung bei der Erlangung wissenschaftlicher Grade. Es gab eine

vor der versammelten Fakultät.

Im Spätmittelalter wurde die Disputation auch zur Verbesserung der Redegewandtheit der Schüler und Studenten gepflegt. Christian Wilhelm Kindleben sprach aber schon 1781 davon, dass die Disputationes seltener würden. In Deutschland war die Disputation vor dem Zweiten Weltkrieg nur noch an den theologischen, philosophischen und juristischen Fakultäten üblich und wurde ansonsten zumeist durch das Kolloquium oder Rigorosum ersetzt.

Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Unterschied zum Rigorosum bezieht sich die heutige Disputation als mündliche Doktorprüfung an vielen – aber nicht allen – Universitäten auf das Thema der Dissertation oder Habilitation. Sie dient der wissenschaftlichen Auseinandersetzung sowie der Abwägung der Argumente (pro und contra) und ist nicht personenbezogen. Die Disputation als Form der mündlichen Doktorprüfung ist (anders als das Rigorosum) grundsätzlich öffentlich; Details unterscheiden sich aber auch in diesem Punkt von Fall zu Fall. Auch zur Erlangung des akademischen Grades als Bachelor oder Master wird heute in einigen Studiengängen eine Disputation verlangt.

Die Disputation wird heutzutage an vielen Universitäten wieder eingeführt, nicht zuletzt wegen ihrer traditionellen Verwendung an den Universitäten und Hochschulen in den ehemaligen Ostblock­staaten. So findet die Verteidigung der Doktorarbeit an tschechischen und polnischen Universitäten ausschließlich in Form einer öffentlichen Disputation statt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ↑Informationen der Universität Wien

Normdaten (Sachbegriff): GND: 4012492-7(AKS)

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